{"id":1197,"date":"2019-04-14T22:41:41","date_gmt":"2019-04-14T20:41:41","guid":{"rendered":"http:\/\/141.2.195.31\/wordpress\/?p=1197"},"modified":"2019-12-03T12:38:11","modified_gmt":"2019-12-03T11:38:11","slug":"wer-will-ich-sein-die-formbarkeit-der-eigenen-identitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/focus\/wer-will-ich-sein-die-formbarkeit-der-eigenen-identitat\/","title":{"rendered":"Wer will ich sein? Die Formbarkeit der eigenen Identit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Als soziale Wesen f\u00fchlen sich fast alle Menschen bestimmten Gruppen zugeh\u00f6rig, sei es einem Verein, dem Freundeskreis oder einer Partei. Durch die Entscheidung, in welchen Gruppen ein Individuum Mitglied sein m\u00f6chte, w\u00e4hlt es zum Teil auch aktiv die eigene Identit\u00e4t aus \u2013 sprich wer es sein will.<!--newsroom--><br \/>\n<!--more Weiterlesen--><br \/>\nTrotz dieser Wahl legen Individuen innerhalb einer Gruppe, die dasselbe Ziel teilt, wie z.B. den Sieg eines Fu\u00dfballvereins, unterschiedliches Verhalten an den Tag. Nicht jeder Fan eines Fu\u00dfballvereins fiebert gleichstark f\u00fcr den Erfolg des Teams mit. Woran liegt es, dass manche Fans zu jedem Spiel fliegen und andere nur aus der Ferne die Daumen halten? Und wie entscheidet ein Individuum \u00fcberhaupt, in welchen Gruppen es Mitglied sein m\u00f6chte?<\/p>\n<p>Um Fragen wie diese zu beantworten, haben die Wissenschaftler Florian Hett von der Johannes-Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz, Markus Kr\u00f6ll von der Goethe Universit\u00e4t Frankfurt und Mario Mechtel von der Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg eine laborexperimentelle Studie durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das Experiment erm\u00f6glicht es erstmals Identifikationspr\u00e4ferenzen der Teilnehmenden durch deren Wahl ihrer Gruppenmitgliedschaften aufzudecken. Zum Beispiel identifizierten sich die Teilnehmenden eher mit Gruppen, zu denen sie eine geringere soziale Distanz haben und die einen h\u00f6heren sozialen Status haben. Dies zeigt sich dadurch, dass die Teilnehmenden bereit sind, einen monet\u00e4ren Einsatz zu leisten, um in einer bestimmten Gruppe zu bleiben oder in eine andere zu gelangen. Weiterhin zeigt sich, dass eine st\u00e4rkere Identifikation mit der Gruppe meist auch einen st\u00e4rkeren Einsatz f\u00fcr das Wohlergehen und den Erfolg der anderen Mitglieder der Gruppe zur Folge hat und das Teilnehmende, die sich st\u00e4rker mit ihrer urspr\u00fcnglichen Gruppe identifizieren, auch st\u00e4rker dazu tendieren, andere au\u00dfenstehende Gruppen zu diskriminieren.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse er\u00f6ffnen einen neuen Blickwinkel darauf, wie und wann die aktive Identifikation mit unterschiedlichen sozialen Gruppen Verhalten formen kann und inwiefern die Struktur von Identifikationspr\u00e4ferenzen dabei eine wichtige Rolle spielt.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige wissenschaftliche Arbeit mit allen Ergebnissen ist unter folgendem Link abrufbar:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.2139\/ssrn.2837519\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Choosing Who You Are: The Structure and Behavioral Effects of Revealed Identification Preferences<\/a><\/p>\n<p>14.04.2019 &#8211; Paula Sophia Schmidt-L\u00fcer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als soziale Wesen f\u00fchlen sich fast alle Menschen bestimmten Gruppen zugeh\u00f6rig, sei es einem Verein, dem Freundeskreis oder einer Partei. 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