{"id":1549,"date":"2019-06-04T09:30:45","date_gmt":"2019-06-04T07:30:45","guid":{"rendered":"https:\/\/flex.wiwi.uni-frankfurt.de\/?p=1549"},"modified":"2019-12-03T12:38:26","modified_gmt":"2019-12-03T11:38:26","slug":"manner-und-frauen-gehen-unterschiedlich-mit-negativen-emotionen-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/focus\/manner-und-frauen-gehen-unterschiedlich-mit-negativen-emotionen-um\/","title":{"rendered":"Frauen und M\u00e4nner gehen unterschiedlich mit negativen Emotionen um"},"content":{"rendered":"<p>Niemand verliert gerne, vor allem nicht, wenn Geld im Spiel ist. Bei den meisten Menschen ruft eine solche Verlusterfahrung einen gewissen Grad an Frustration hervor. Aber kann das sogar zu kriminellen Verhaltensweisen<!--newsroom--> f\u00fchren?<br \/>\n<!--more Weiterlesen--><br \/>\nDie Forscher Florian Baumann von der Universit\u00e4t Bonn, Volker Benndorf von der Universit\u00e4t Frankfurt und Maria Friese von der Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf untersuchten in einem Laborexperiment, welche Rolle Emotionen in der Beziehung zwischen Verlusterfahrungen und Normverletzungen spielen.<br \/>\nDas dreiteilige Experiment begann mit einem Spiel, bei dem die Probanden Geld gewinnen oder verlieren konnten. Daraufhin beurteilten sie dann im zweiten Teil selbst das Niveau von Frustration und Wut, bzw. Zufriedenheit und Gl\u00fcck. Im letzten Teil entschieden die Probanden, ob und in welchem Umfang sie Geld aus einem Budget, dass als Spende f\u00fcr eine Wohlt\u00e4tigkeitsorganisation bestimmt ist, f\u00fcr sich beziehen wollen.<\/p>\n<p>Sowohl M\u00e4nner, als auch Frauen erlebten im Falle des Verlustes mehr negative Gef\u00fchle als im Falle des Gewinns &#8211; durchaus nachvollziehbar. Interessant wird es im n\u00e4chsten Schritt. Die Forscher konnten beobachten, dass nur M\u00e4nner auf Emotionen wie Wut und Frustration, die durch die Erfahrung von Verlusten hervorgerufen wurden, reagieren, indem sie dem Spenden-Budget einen Teil entnehmen. Das bedeutet, dass nur bei M\u00e4nnern ein positiver Zusammenhang zwischen verlustinduzierten negativen Emotionen und der H\u00e4ufigkeit von Normverst\u00f6\u00dfen hergestellt werden kann. F\u00fcr Frauen konnte nur der Zusammenhang zwischen Verlusten und negativen Emotionen aufrechterhalten werden, nicht aber die Wahrscheinlichkeit, die Normverletzung tats\u00e4chlich auch zu vollziehen. Die Ergebnisse des Experiments zeigen somit geschlechtsspezifische Unterschiede im Umgang mit negativen Emotionen auf.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse tragen zum Verst\u00e4ndnis der Faktoren bei, die zu kriminellem Verhalten und Normverletzungen f\u00fchren. Insbesondere Verlusterfahrungen, die negative Emotionen hervorrufen k\u00f6nnen, diesem Experiment zur Folge, kriminelles Verhalten provozieren.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige wissenschaftliche Publikation ist unter folgendem Link abrufbar: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jebo.2019.01.020\">Loss-induced Emotions and Criminal Behavior: An Experimental Analysis.<\/a><\/p>\n<p>03.06.2019 &#8211; Paula Sophia Schmidt-L\u00fcer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niemand verliert gerne, vor allem nicht, wenn Geld im Spiel ist. Bei den meisten Menschen ruft eine solche Verlusterfahrung einen gewissen Grad an Frustration hervor. 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