{"id":1970,"date":"2019-08-26T10:00:04","date_gmt":"2019-08-26T08:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/?p=1970"},"modified":"2019-12-05T11:29:56","modified_gmt":"2019-12-05T10:29:56","slug":"egoisten-fernhalten-kooperation-fordern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/focus\/egoisten-fernhalten-kooperation-fordern\/","title":{"rendered":"Egoisten fernhalten \u2013 Kooperation f\u00f6rdern"},"content":{"rendered":"<p>Seit jeher muss der Mensch vertrauen und kooperieren, um zu \u00fcberleben. W\u00e4hrend einige Menschen bereit sind, freiwillig zusammenzuarbeiten, sind andere nur auf den eigenen Vorteil bedacht. F\u00fchrungskr\u00e4fte stehen regelm\u00e4\u00dfig vor der Aufgabe, Strategien zu entwickeln, die die Zusammenarbeit f\u00f6rdern<!--newsroom--> und Kooperationsproblemen entgegenwirken.<br \/>\n<!--more Weiterlesen--><br \/>\nDer Forscher Prof. Dr. Michael Kosfeld von der Goethe Universit\u00e4t Frankfurt hat mit der CC Strategie einen Leitfaden entwickelt, wie F\u00fchrungskr\u00e4fte erfolgreich Kooperation in Gruppen und Organisationen positiv beeinflussen, steuern und aufrechterhalten k\u00f6nnen und bietet damit eine L\u00f6sung f\u00fcr das Kooperationsproblem an.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Identifizierung der verschiedenen Kooperationstypen wurden neben der Auswertung von Felddaten auch verhaltens\u00f6konomische Laborexperimente, wie zum Beispiel das klassische Gefangenendilemma angewendet. Die Ergebnisse dieser Experimente sind eindeutig, neben den wenigen Altruisten (&lt;10%) und denjenigen, die haupts\u00e4chlich egoistisches Verhalten an den Tag legen (ca. 50%), gibt es den sogenannten \u201eConditional Cooperator\u201c (CC Typ), der mit ca. 40% unter den Versuchsteilnehmern vertreten ist. Der CC Typ kooperiert im Gefangenendilemma zwar freiwillig, jedoch unter der Bedingung, dass die andere Person auch kooperiert. Hier k\u00f6nnen F\u00fchrungskr\u00e4fte ansetzen und durch die Anwendung der CC Strategie Kooperation f\u00f6rdern:<\/p>\n<p>Im ersten Schritt m\u00fcssen F\u00fchrungskr\u00e4fte vertrauen, damit motivierte CC Typen nicht demotiviert werden, denn Vertrauen signalisiert, dass Andere kooperieren. Zweitens m\u00fcssen F\u00fchrungskr\u00e4fte bestrafen, um Nicht-Motivierte (Egoisten) zu motivieren. Denn da beide Verhaltenstypen h\u00e4ufig in Gruppen koexistieren, m\u00fcssen F\u00fchrungskr\u00e4fte Nicht-Kooperation bestrafen um sicherzustellen, dass die freiwillige Kooperation der Motivierten erhalten bleibt. Neben diesen beiden Ans\u00e4tzen sollten F\u00fchrungskr\u00e4fte drittens versuchen, motivierte Typen f\u00fcr ihr Team oder Unternehmen zu identifizieren. Im besten Fall stellen sie nur den freiwillig kooperierenden CC Typ ein. Da die wahren Motivationen eines Bewerbers aber nur schwer aufzudecken sind, kann und muss das Team- und Unternehmensumfeld von vornherein so gestaltet werden, dass Nicht-Motivierte ferngehalten werden und CC Typen sich von selbst in das Team selektieren.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige wissenschaftliche Publikation ist unter folgendem Link abrufbar: <a href=\"http:\/\/ftp.iza.org\/dp12540.pdf\">The Role of Leaders in Inducing and Maintaining Cooperation: The CC Strategy<\/a><\/p>\n<p>24.08.2019 &#8211; Paula Sophia Schmidt-L\u00fcer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit jeher muss der Mensch vertrauen und kooperieren, um zu \u00fcberleben. W\u00e4hrend einige Menschen bereit sind, freiwillig zusammenzuarbeiten, sind andere nur auf den eigenen Vorteil bedacht. F\u00fchrungskr\u00e4fte stehen regelm\u00e4\u00dfig vor der Aufgabe, Strategien zu entwickeln, die die Zusammenarbeit f\u00f6rdern und Kooperationsproblemen entgegenwirken.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2390,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1970","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-focus"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1970","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1970"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1970\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2625,"href":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1970\/revisions\/2625"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2390"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1970"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1970"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1970"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}