{"id":505,"date":"2018-12-12T09:54:48","date_gmt":"2018-12-12T08:54:48","guid":{"rendered":"http:\/\/141.2.195.31\/wordpress\/?p=505"},"modified":"2019-12-06T11:16:24","modified_gmt":"2019-12-06T10:16:24","slug":"der-polizist-wie-vertrauenswurdig-ist-dein-freund-und-helfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/focus\/der-polizist-wie-vertrauenswurdig-ist-dein-freund-und-helfer\/","title":{"rendered":"Der Polizist \u2013 Wie vertrauensw\u00fcrdig ist dein \u201eFreund und Helfer\u201c?"},"content":{"rendered":"<p>In Deutschland vertrauen mehr als 80 Prozent der B\u00fcrger der Polizei \u2013 11 Prozent mehr als in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Aber sind Polizisten tats\u00e4chlich vertrauensw\u00fcrdiger als Zivilisten? Die Ergebnisse des im Beitrag beschriebenen Experimentes beantworten diese Frage mit ja.<!--newsroom--><br \/>\n<!--more Weiterlesen--><br \/>\nMenschen, die im \u00f6ffentlichen Dienst arbeiten, haben eine hohe Verantwortung gegen\u00fcber den B\u00fcrgern. Allerdings ist es schwierig, die Interessen dieser Personen mit den Interessen der Regierung oder denen der B\u00fcrger immer vollst\u00e4ndig in Einklang zu bringen. Der Missbrauch von Autorit\u00e4t ist in vielen L\u00e4ndern ein Problem.<\/p>\n<p>Die Forscher Prof. Guido Friebel, Ph.D. und Prof. Dr. Michael Kosfeld vom Frankfurter Labor f\u00fcr Experimentelle Wirtschaftsforschung (FLEX) haben zusammen mit Gerd Thielmann von der Deutschen Hochschule der Polizei herausgefunden, dass Polizeibewerber vertrauensw\u00fcrdiger sind als eine neutrale Vergleichsgruppe. Das zentrale Forschungsinteresse der Studie lag auf der Frage der Selbstselektion, d.h. ob sich Menschen mit bestimmten Charakteristika aktiv selbst bei der Polizei bewerben. Dies stellt einen wichtigen Mechanismus dar, der einen positiven Einfluss darauf haben kann, die Vertrauensw\u00fcrdigkeit der Polizei sicherzustellen und somit Interessen in Einklang zu bringen. Die Studie hat belegt, dass es den Polizeibeh\u00f6rden in Deutschland gelungen zu sein scheint, diesen Mechanismus erfolgreich zu nutzen.<\/p>\n<p>In einer Kombination aus zwei verschiedenen Verhaltensexperimenten wurden Polizeibewerber mit einer neutralen Gruppe (Nicht-Bewerbern) verglichen. Das erste Experiment war ein Vertrauensspiel, das zweite ein Belohnungs- und Bestrafungsspiel. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass Polizeibewerber mehr eigene Ressourcen aufwenden, um als Dritte Partei andere Spieler zu belohnen oder zu bestrafen. Den Ergebnissen nach waren sie zus\u00e4tzlich vertrauensw\u00fcrdiger als die neutrale Gruppe und haben gleichzeitig anderen mehr vertraut. Im Vergleich zu der neutralen Gruppe wurde au\u00dferdem festgestellt, dass Polizeibewerber eine h\u00f6here Risikotoleranz haben und proaktiver sind.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige wissenschaftliche Publikation ist unter folgendem Link abrufbar: <a href=\"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/policeSeptember18.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Trust the Police? Self-Selection of Motivated Agents into the German Police Force<\/a>, American Economic Journal: Microeconomics (forthcoming). Die Daten, die dieser Publikation zu Grunde liegen, stammen aus einer Zusammenarbeit mit der Polizei in Hessen und in Rheinland-Pfalz.<\/p>\n<p>12.12.2018 &#8211; Paula Sophia Schmidt-L\u00fcer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland vertrauen mehr als 80 Prozent der B\u00fcrger der Polizei \u2013 11 Prozent mehr als in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Aber sind Polizisten tats\u00e4chlich vertrauensw\u00fcrdiger als Zivilisten? 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