{"id":507,"date":"2019-01-22T09:55:52","date_gmt":"2019-01-22T08:55:52","guid":{"rendered":"http:\/\/141.2.195.31\/wordpress\/?p=507"},"modified":"2020-01-21T19:34:04","modified_gmt":"2020-01-21T18:34:04","slug":"vereinfachen-gegenseitige-minoritatsbeteiligungen-die-kartellbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/focus\/vereinfachen-gegenseitige-minoritatsbeteiligungen-die-kartellbildung\/","title":{"rendered":"Vereinfachen gegenseitige Minorit\u00e4tsbeteiligungen die Kartellbildung?"},"content":{"rendered":"<p>Viele Unternehmen haben ein \u00e4hnliches Gesch\u00e4ftsmodell, vertreiben die gleichen Produkte und m\u00fcssten demnach eigentlich in einem erbitterten Konkurrenzkampf stehen. Warum dem nicht so ist und wie Minorit\u00e4tsbeteiligungen damit zusammenh\u00e4ngen erkl\u00e4rt dieser Beitrag.<!--newsroom--><br \/>\n<!--more Weiterlesen--><br \/>\nIn vielen M\u00e4rkten beteiligen sich Firmen an ihren direkten Konkurrenten. Ein Beispiel f\u00fcr solche gegenseitigen Minorit\u00e4tsbeteiligungen von direkten Wettbewerbern (partial cross-ownership, PCO) ist die Automobilindustrie, in der schon mehrfach namhafte Hersteller strategische Partnerschaften eingegangen sind und daf\u00fcr gegenseitig Aktien des anderen Unternehmens erworben haben. In einem Laborexperiment haben die Forscher Jun. Prof. Dr. Volker Benndorf von der Universit\u00e4t Frankfurt und M.Sc. Johannes Odenkirchen von der Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf die Effekte von PCO untersucht. Die Ergebnisse leisten im Zusammenhang mit der Debatte um eine Ausweitung der Regulierung von Minorit\u00e4tsbeteiligungen einen wertvollen Beitrag.<\/p>\n<p>Forschungsgegenstand war vor allem die \u00dcberpr\u00fcfung der wettbewerbsfeindlichen Effekte von PCO im Oligopol, die in Form von Dividendenzahlungen in einem statischen und in einem wiederholten Spiel untersucht wurden. Wettbewerbsfeindliche Effekte k\u00f6nnten sich beispielsweise durch verst\u00e4rkte Anreize zu koordiniertem, abgestimmtem Verhalten \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Ergebnisse zeigen tats\u00e4chlich, dass stille Absprachen zwischen Unternehmen sogar durch eine solche, nur passive Beteiligung, vereinfacht werden und das Unternehmen viel weniger Anreiz haben zu konkurrieren. Au\u00dferdem reduzieren sich durch PCO die Verluste, die Unternehmen machen, wenn die Konkurrenz ihre Preise unterbietet. Trotzdem wurde eine Korrelation zwischen PCO und Verkaufspreis festgestellt \u2013 desto h\u00f6her der Wert der Anteile, desto h\u00f6her steigt auch der Verkaufspreis.<\/p>\n<p>Das Experiment hat die potenzielle Problematik durch die Abbildung der Situation in einer sehr vereinfachten Version aufgezeigt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Regulierungsdebatte gerade aufgrund der vereinfachten Absprache, der konkurrenzmindernden Effekte und der m\u00f6glichen Preiserh\u00f6hungen f\u00fcr Konsumenten, unbedingt weitergef\u00fchrt werden sollte.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige wissenschaftliche Publikation ist unter folgendem Link abrufbar:<a href=\"https:\/\/pdfs.semanticscholar.org\/ec29\/bdf1898fa10ca7e06d5be7e3d046963075f0.pdf\"> An Experiment on Partial Cross-Ownership in Oligopolistic Markets.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Unternehmen haben ein \u00e4hnliches Gesch\u00e4ftsmodell, vertreiben die gleichen Produkte und m\u00fcssten demnach eigentlich in einem erbitterten Konkurrenzkampf stehen. 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