{"id":509,"date":"2019-02-06T09:56:45","date_gmt":"2019-02-06T08:56:45","guid":{"rendered":"http:\/\/141.2.195.31\/wordpress\/?p=509"},"modified":"2019-12-03T12:38:00","modified_gmt":"2019-12-03T11:38:00","slug":"effektive-fuhrung-bedeutet-die-mitarbeiter-selbst-entscheiden-zu-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flex.uni-frankfurt.de\/index.php\/focus\/effektive-fuhrung-bedeutet-die-mitarbeiter-selbst-entscheiden-zu-lassen\/","title":{"rendered":"Effektive F\u00fchrung bedeutet, die Mitarbeiter selbst entscheiden zu lassen"},"content":{"rendered":"<p>Eine F\u00fchrungskraft, die ein Projekt ausw\u00e4hlt und einem Mitarbeiter f\u00fcr die Umsetzung zuteilt, geh\u00f6rt zu einer allt\u00e4glichen Situation in Unternehmen. Mit welchem Einsatz und wie viel Motivation der Mitarbeiter dieser Aufgabe nachgeht, kann von seinen Interessen abh\u00e4ngen, aber auch vom Entscheidungsprozess an sich.<!--newsroom--><br \/>\n<!--more Weiterlesen--><br \/>\nDie Forscher Prof. Dr. Ferdinand A. von Siemens von der Goethe Universit\u00e4t Frankfurt und Prof. Dr. Randolph Sloof von der Universit\u00e4t Amsterdam sind deshalb der Frage, ob Delegation ein effektives F\u00fchrungsverhalten sein kann, um Mitarbeiter zu motivieren, in einem Laborexperiment nachgegangen.<\/p>\n<p>Im Experiment wurden der Ablauf und die Auswirkungen einer solchen Situation, in der ein Projekt ausgew\u00e4hlt und umgesetzt werden muss, immer mit jeweils einer F\u00fchrungskraft und einem Mitarbeiter nachgestellt. Die F\u00fchrungskraft entschied zun\u00e4chst, ob der Mitarbeiter die Auswahl selbst treffen darf oder nicht. Im n\u00e4chsten Schritt bestand die M\u00f6glichkeit, kostenpflichtig Informationen \u00fcber den m\u00f6glichen Kapitalr\u00fcckfluss Projektes einzuholen. Nachdem die Person mit dem Auswahlrecht sich f\u00fcr ein Projekt entschieden hatte, \u00fcbte der Mitarbeiter den Aufwand aus, das Projekt zu implementieren.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse zeigen, dass Projekte tats\u00e4chlich mit mehr Einsatz umgesetzt werden, wenn sie zuvor selbst ausgew\u00e4hlt wurden. Wird dasselbe Projekt von einer F\u00fchrungskraft ausgew\u00e4hlt, reduziert sich der Einsatz des Mitarbeiters. Trotzdem f\u00fchren Umsetzungsprobleme in Form von weniger Einsatz auf Seiten des Mitarbeiters nur dann zu mehr Delegation, wenn gesichert ist, dass der Mitarbeiter Informationen \u00fcber die zur Auswahl stehenden Projekte einholt. F\u00fcr die Mitarbeiter ist nicht nur die Delegation an sich motivierend, sondern vor allem, dass die eigenen Interessen vor die der F\u00fchrungskraft gestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die These, dass sich direkte Effekte auf die Umsetzung eines Projektes ergeben, wenn der Mitarbeiter in die Projektauswahl miteinbezogen wird, hat sich demnach best\u00e4tigt. F\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte kann es sich deshalb lohnen, die Auswahlentscheidung an den Mitarbeiter zu delegieren, anstatt das pr\u00e4ferierte Projekt mit weniger Einsatz umsetzen zu lassen.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige wissenschaftliche Publikation ist unter folgendem Link abrufbar: <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S1048984318303199\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Effective Leadership and the Allocation and Exercise of Power in Organizations<\/a>.<\/p>\n<p>06.02.2019 &#8211; Paula Sophia Schmidt-L\u00fcer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine F\u00fchrungskraft, die ein Projekt ausw\u00e4hlt und einem Mitarbeiter f\u00fcr die Umsetzung zuteilt, geh\u00f6rt zu einer allt\u00e4glichen Situation in Unternehmen. 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